Die Siedlungen der 20er Jahre stehen für den modernen Massenwohnungsbau, für sozialen Siedlungsbau sowie Sachlichkeit und Funktionalität. Eindrucksvoll haben Architekten wie Bruno Taut bewiesen, dass diese Siedlungen gleichzeitig auch für Licht, Luft intensive Farben und Freiraum stehen können. Einst wurden sie gebaut, um den Prinzipien der Demokratischen Verfassung zu entsprechen, jedem Deutschen eine menschenwürdige Wohnung als Grundrecht zu garantieren.
Heute sind die Berliner Siedlungen zu internationalen Leitbildern und Schlüsselzeugnissen des sozialen Wohnungsbaus geworden. Angestellte und Arbeiter sollten nicht mehr in tristen und beengten Mietskasernen leben. Die neu entstanden Siedlungen sind freundlich, hell und besitzen einen ländlichen Charme inmitten der Großstadt Berlin. Eingebettet in Gärten und Grünanlagen erfreuen sie sich noch heute einer wachsenden Beliebtheit.
Die Hufeisensiedlung Britz, die Gartenstadt Falkenberg, die Weiße Stadt, die Großsiedlung Siemensstadt, die Wohnstadt Carl Legien und die Siedlung Schillerpark sind als Teil der Berliner Geschichte, Kultur und Architektur im Bewusstsein der Bevölkerung der Stadt verankert.
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