Großsiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung)

Ihren Namen trägt diese Siedlung nicht nach ihrer Bauweise, sondern nach der Architektenvereinigung "Der Ring", der Hans Scharoun, Walter Gropius, Hugo Häring und Otto Bartning angehörten, die zur Avantgarde der neuen Baukunst zählten. Gemeinsam mit dem erfahrenen Haustechniker Max Mengeringhausen und dem Gartenarchitekten Leberecht Migge bauten sie bis 1931 einen modernen Stadtteil mit 1370 Wohnungen, einem Fernheizwerk, Zentralwäscherei, einer Schule und Läden. Da der Bedarf an billigen Kleinwohnungen in den 30er Jahren in Berlin sehr hoch war, hatten die meisten Wohnungen ein- bis zweieinhalb Zimmer.




Bemerkenswert war die rationelle Anordnung der Küchen, Bäder und der Hausinstallationen. Hinzu kommt eine ideale Lage der Siedlung. Im Süden lockt das Leben des Industrie- und Wohnungsviertels Siemensstadt und im Norden lädt der Volkspark Jungfernheide zu ausgiebigen Spaziergängen und Erholung in der Natur ein.




In Größe und Anwohnerzahl ist die Siemensstadt heute mit einer Kleinstadt vergleichbar. Die Häuser und Wohnungen liegen zum großen Teil im Besitz der Deutsche Wohnen Gruppe und der GSW.