Hufeisensiedlung

Die Hufeisensiedlung wurde 1925 von Bruno Taut, dem damaligen Chefarchitekten der GEHAG, und dem Stadtbaurat Martin Wagner erbaut. Mit der markanten Bauweise des Zentrums in Form eines Hufeisens ist sie eine der bekanntesten Siedlungen Berlins. Die farbigen Häuser, die alten Kirschbäume und der ländliche Charakter sind typische Merkmale der Hufeisensiedlung.



Das ganze Gebiet wird durch die Fritz-Reuter-Allee ("Grüner Ring") in zwei Hälften geteilt. Das östliche Gebiet bebaute die DeGeWo und das westliche Gebiet die GEHAG. Das Zentrum der Siedlung entstand auf dem GEHAG-Gelände: Das Hufeisen ist ein schlicht gehaltenes dreigeschossiges Bauwerk, welches an eine großzügige, naturbelassene Landschaftsfläche mit einem Teich und Mietergärten grenzt.


Taut konzipierte das Gebäude in der Hufeisenform, da er dem Bedürfnis der Bewohner nach Gemeinschaft gerecht werden wollte. Rings um dieses Zentrum herum erstreckt sich das ganze Wohngebiet im versetzten Reihenhausstil mit Spitzdach. Später, 1929-1930, folgten in unterschiedlicher Bauweise Einfamilienhäuser und weitere mehrgeschossige Mietshäuser am Rande der Siedlung. Die Gestaltung der Kleingärten und der öffentlichen Freiflächen übernahm der Leiter des Gartenamts Neukölln, Ottokar Wagler, der sich weitgehend an die ursprünglichen Pläne des erfahrenen Gartenarchitekten Leberecht Migge hielt.
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