Tag des offenen Denkmals
Berlin, 14.09.2008. „Six in the City“: Veranstaltungen um UNESCO-Siedlungen der Berliner Moderne sind Magnete für hunderte Besucher
· Ausstellung von Konzepten zur touristischen Erschließung der UNESCO-Siedlungen
· Präsentation Blindenstadtführer Hufeisensiedlung Britz
· Führungen durch die Siedlungen der Berliner Moderne
Seit Juli dieses Jahres sind sechs Berliner Siedlungen der Moderne UNESCO-Welterbe. Hunderte Berliner nutzten den Tag des offenen Denkmals, um die neuen Attraktionen der Hauptstadt – die Hufeisensiedlung Britz, die Gartenstadt Falkenberg, die Großsiedlung Siemensstadt, die Siedlung Schillerpark, die Weiße Stadt und die Wohnstadt Carl Legien – im Detail zu erkunden.
An diesem Wochenende bot die „Initiative Welterbe – Siedlungen der Berliner Moderne“ eine Vielzahl von Möglichkeiten sich über die verschiedensten Facetten der berühmten Baudenkmäler zu informieren. Neben zahlreichen, individuellen Führungen durch die Wohnquartiere wurden der Öffentlichkeit erstmalig Konzepte zu deren touristischer Erschließung sowie ein Blindenstadtführer für die Hufeisensiedlung Britz präsentiert. „Als Eigentümer der Siedlungen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht die Öffentlichkeit für die Berliner Moderne zu begeistern und ihnen das Thema Welterbe sowie Denkmalschutz näher zu bringen. Aus diesem Grund riefen wir die ‚Initiative Welterbe’ ins Leben. Die enorme Besucherresonanz am Tag des offenen Denkmals hat uns gezeigt, dass wir mit unserer Arbeit bereits viel erreicht haben“, freut sich Bernhard S. Elias, Initiator der „Initiative Welterbe – Siedlungen der Berliner Moderne“ und Leiter der Unternehmenskommunikation der Deutsche Wohnen AG.
Besonderer Höhepunkt des Veranstaltungsprogramms war die Ausstellung von Tourismuskonzepten zu den Siedlungen der Berliner Moderne. In einer Kooperation mit dem Institut für Architektur der Technischen Universität Berlin entwickelten Studenten Vorschläge, um die berühmten Siedlungen für Besucher erlebbar zu machen. Hinter „Bed and Bike“, „Six and the City“ oder „Fassadenradler“ verbergen sich kreative und originelle Konzeptideen, die Berlinern und Touristen einen ganz besonderen Blickwinkel auf die Quartiere jenseits von Informationstafeln und Führungen aufzeigen. „Um den Berlin-Touristen die Einzigartigkeit dieser Welterbestätten aufzuzeigen, ist die Entwicklung eines modernen Leitsystems unabdingbar. Die Konzepte der Studenten bieten uns eine fundierte Grundlage, zusammen mit unseren Partnern, dem Land Berlin und der Berlin Tourismus GmbH ein Konzept für die Siedlungen der Berliner Moderne umzusetzen. Dabei müssen wir neben den Interessen der Touristen insbesondere auch jene der Bewohner berücksichtigen“, erklärt Merlin Koene, Leiter Unternehmenskommunikation Pirelli RE, den Hintergrund der Kooperation. Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Präsentation eines Blindenstadtführers für die Hufeisensiedlung Britz. Unter dem Motto „Wie erleben sehbehinderte Menschen die Hufeisensiedlung Britz?“ werden Materialien präsentiert, die blinden Besuchern das Welterbe plastisch darstellen und deren Besonderheiten auf einmalige Art und Weise veranschaulichen.
Hautnah erlebbar wurde das Weltkulturerbe in den zahlreichen Führungen, die in allen sechs Siedlungen statt fanden. Direkt vor Ort erhielten interessierte Besucher Antworten auf alle Fragen zu Geschichte, Architektur und dem besonderen Charakter der Siedlungen. „Bereits im Vorfeld des Tages des offenen Denkmals war das Interesse an den Siedlungen außerordentlich groß. Schon Wochen vorher waren die Führungen vollständig ausgebucht. Die Besichtigungen hatten zum Teil eine Größe von bis zu 50 Personen. Der Tag des offenen Denkmals war ein Riesenerfolg“, so Sylvia Walleczek von der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG.
Initiative Welterbe – Siedlungen der Berliner Moderne
Zur Begleitung des Entscheidungsprozesses der UNESCO um die Aufnahme von sechs Berliner Siedlungen der Moderne haben die Deutsche Wohnen Gruppe, Pirelli RE und die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG die „Initiative Welterbe – Siedlungen der Berliner Moderne“ ins Leben gerufen. Die Eigentümer der Gartenstadt Falkenberg, Siedlung Schillerpark, Wohnstadt Carl Legien, Großsiedlung Siemensstadt, Hufeisensiedlung Britz und der Weißen Stadt wollen mit dieser Initiative ein Zeichen für das Kulturerbe Berlins setzen und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung für dieses Thema schärfen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter http://www.initiative-welterbe.de/
Kontakt
Annemarie Kophal
Initiative Welterbe – Siedlungen der Berliner Moderne
Tel. 030-81 46 46 00
http://www.initiative-welterbe.de/