Besucherandrang in Siedlungen der 20er Jahre – Berliner Welterbetag mit positiver Resonanz
- In Rundgängen und Busfahrten erkunden 500 Besucher die Siedlungen der Berliner Moderne
- Ausstellungseröffnung "Wohnen im Welterbe? Siedlungen der Berliner Moderne"
- Deutsche Wohnen Gruppe gibt Wiederherstellung des Hufeisens in der Hufeisensiedlung Britz bekannt
Berlin, 01. Juni 2008: Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen findet heute zum ersten Mal der UNESCO-Welterbetag unter dem Motto „Schülerinnen und Schüler sehen ihr UNESCO-Welterbe“ in Berlin statt. Im Mittelpunkt des umfangreichen Veranstaltungsprogramms stehen die sechs für die UNESCO-Welterbeliste nominierten Siedlungen der 1920er Jahre. Nach der feierlichen Ausstellungseröffnung sowie der Enthüllung des Baustellenschildes zur denkmalgerechten Sanierung der Hufeisensiedlung nutzen mehr als 500 interessierte Berliner und Berlinerinnen die Möglichkeit in Bustouren und professionellen Führungen die Hufeisensiedlung Britz, die Siedlung Schillerpark, die Wohnstadt Carl Legien, die Gartenstadt Falkenberg, die Weiße Stadt sowie die Ringsiedlung zu erkunden.
Auftakt des Berliner UNESCO-Welterbetages bildete die Eröffnung der Ausstellung "Wohnen im Welterbe? Siedlungen der Berliner Moderne" durch die Berliner Senatsbaudirektorin, Regula Lüscher in der Aula der Albert-Einstein-Oberschule, Parchimer Allee 109, im Bezirk Neukölln. Bis zum 16.07.2008 kann der Besucher hier während der Unterrichtszeit Spannendes zu Geschichte, Konzept und Gestaltung der sechs Siedlungen erfahren.
"Wenn wir die sechs Siedlungen des Berliner Antrages als Diskussionsstoff für Schüler, Lehrer und Besucher präsentieren dürfen, dann soll dieser Tag auch etwas von dem Welterbegedanken und den grenzüberschreitenden Kultur- und Erziehungsaktivitäten der UNESCO vermitteln", so Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. "Unser gemeinsames Ziel ist es die Bevölkerung für das Thema Welterbe zu begeistern. Die Berliner Siedlungen der Moderne sind wertvolle Zeitzeugen unserer jüngeren Geschichte. Dass wir eine so positive Resonanz auf den diesjährigen UNESCO-Welterbetag haben, ist uns auch eine Ermutigung für die kommenden Beratungen der UNESCO über den deutschen Antrag", ergänzt Prof. Dr. Jörg Haspel, Landeskonservator Berlin.
Besonderer Höhepunkt des Tages war die Enthüllung des Baustellenschildes anlässlich der bevorstehenden Sanierungsmaßnahmen in der Hufeisensiedlung Britz durch deren Eigentümerin, die Deutsche Wohnen Gruppe, sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Deutsche Wohnen Gruppe ist bei dem Berliner UNESCO-Welterbetag 2008 strategische Partnerin des Landes Berlin und besitzt als Eigentümerin von drei der als UNESCO-Welterbe nominierten Siedlungen der 1920er Jahre eine besonders hohe Affinität zu denkmalgeschützten Immobilien. "Zusammen mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung werden wir in den nächsten Jahren rund 10 Mio. € in die Sanierung der Hufeisensiedlung investieren. Neben Fassaden, Treppenhäusern und Außenanlagen wird es dabei insbesondere um die Wiederherstellung der parkähnlichen Anlage im Inneren des Hufeisens als Herz der gesamten Siedlung gehen. Hier stehen vor allen Dingen gartendenkmalpflegerische Arbeiten sowie die Instandsetzung der großen Treppenanlage im Vordergrund", erläutert Bernhard S. Elias, Leiter Unternehmenskommunikation der Deutsche Wohnen Gruppe, die geplanten Maßnahmen.
UNESCO-Welterbetag
Am 5. Juni 2005 wurde zum ersten Mal ein UNESCO-Welterbetag in Deutschland ausgerufen. Seitdem findet der Welterbetag jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni statt. Ziel ist es, das Welterbe erlebbar zu machen und die eigene Kultur als Teil eines vielfältigen Erbes der Menschheit zu verstehen. Dieses Jahr wird der UNESCO-Welterbetag am 1. Juni 2008 erstmalig auch in Berlin begangen. Das diesjährige Motto lautet "Schülerinnen und Schüler sehen ihr UNESCO-Welterbe".
Schirmherr des Berliner Welterbetags 2008 ist das Komitee für UNESCO-Arbeit in Berlin e.V.
Initiatoren des Berliner UNESCO-Welterbetages sind:
Initiative Welterbe – Siedlungen der Berliner Moderne (ein Zusammenschluss der Siedlungseigentümer: Deutsche Wohnen Gruppe, Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG und Pirelli RE), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landesdenkmalamt Berlin, Verein Denk mal an Berlin e.V, Kuratorium Berlin, Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.
Kontakt
Denk mal an Berlin e.V. – Verein zur Förderung der Denkmalpflege c/o Wall AG
Stefanie Peitzmeier, Geschäftsführung
Friedrichstr. 118, 10117 Berlin
Tel. 030-83 22 64 49
Funk: 0170-781 55 88
Fax: 030-83 22 64 50
mail@denk-mal-an-berlin.de
Initiative Welterbe – Siedlungen der Berliner Moderne
Annemarie Kophal
Tel. 030-81 46 46 00
www.initiative-welterbe.de